Lääne-Nigula

Lääne-Nigula

Die Gemeinde Lääne-Nigula kann stolz auf ihre höchsten Erhebungen des Landkreises sein. Der in Palivere befindliche Berg Pikajalamägi (51 m) bezeichnet die Küstenlinie vor ca. 11.000 Jahren. Die hiesigen Hänge sind die besten Skiberge des Landkreises, auf denen ganzjährig Tätigkeiten möglich sind. Der in der Nähe fließende Fluss Taebla hat ein schönes Urstromtal in die Sanddünen gespült. Die in der Nachbarschaft liegende Wiese Kuliste mit ihrer Gesangseiche und ihrer Sängertreppe war bereits zur Zeit der Ersten Republik ein beliebter Platz für Johannisfeuer.

In der Gemeinde Oru liegt das Landschaftsschutzgebiet Salajõe – ein Karstgebiet, wo der in die Karsttrichter verschwindende Fluss in einer Entfernung von 600 m als aufsteigende Quelle Tiberna herausfließt. 

Im Dorf Vidruka gibt es eine spannende Gutsanlage mit einem Gästehaus.

An archäologischen Denkmälern befinden hier das Grab des polnischen Königs im Dorf Vedra, der Burgberg Keedika im Dorf Keedika, die Steinsetzung Iiatsi im Dorf Vedra, 100 m nördlich vom Männiku-Hof und die Steinsetzungen Uugla.

Die aus dem 14. Jahrhundert stammende Kirche in Lääne-Nigula bezeichnet ein wichtiges Kirchspielzentrum. In der Kirche gibt es Kopien von großen Werken von Leonardo da Vinci. Die Gebiete von Taebla durchquerte eine wesentliche Landstraße des nördlichen Teils des Landkreises Lääne, die von Keila über Keedika und Uugla in Richtung Ridala verlief, von wo sie sich wiederum nach Haapsalu wendete. Im Dorf Koela an der Straße ist das 1987 gegründete Bauernhofmuseum untergebracht.

1917 kaufte der Künstler Ants Laikmaa im Dorf Kadarpiku die Hälfte des Bauernhofs Tammiku, in dem er in den 1920er Jahren begann, sein Zuhause einzurichten. 1932 schloss er die Atelierschule in Tallinn und zog nach Taebla, wo ein in Estland einzigartiges wirkliches Künstlerhaus im nationalromantischen Stil fertig gestellt wurde. Jedoch wurde das Haus nicht ganz fertig – am 19. November 1942 starb Laikmaa. Er wurde im von ihm selbst begründeten Park von 7 ha nahe des Hauses begraben. Im Park gibt es mehr als 250 Pflanzen- und Baumarten und neun vom Künstler selbst gepflanzte, mit Namen versehene Eichen, die Marie Under, Friedebert Tuglas u.a. gewidmet sind. Im Haus des Künstlers ist jetzt das Hausmuseum als Filiale des Museums des Landkreises Lääne untergebracht.

Derjenige, der durch das Dorf Võntküla in Richtung Haapsalu fährt, kann an der Straße auf einem Pfosten ein Storchennest bemerken. Nach der hiesigen Tradition sollte ein Brautpaar ein Hochzeitsband am Pfosten anbinden, um den Nachwuchs zu sichern. Je stärker der Bräutigam, desto höher wurde das Band gebunden.

Die Kreuzung Risti und der schon aus der Zeit der Ersten Republik stammende Laden sind in den Anfangszenen des populären Films "Mittagsfähre" zu sehen, auf dem Bahnhof von Risti stieg Herr Toots, der lange in der Fremde gewesen war, im Film "Sommer" aus dem Zug und im Moor Õmma, welches bis zum Rand der Landstraße reicht, wurde Sherlock Holmes im Film "Der Hund von Baskerville" aufgenommen.

In Piirsalu war der Schriftsteller Anton Hansen Tammsaare im Sommerurlaub und schöpfte aus dem hiesigen Leben Inspiration für seine Trilogie der Kurzgeschichten: "Die Geldgrube", "Alte und Junge" und "Zwei Paare und ein einzelner".

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